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Politische Bildung für Sozialen Wandel | Willy-Brandt-Zentrum Jerusalem

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Politische Bildung für Sozialen Wandel

„Wir wählen Leben wir wählen Frieden.“ Dieser Satz stammt aus einem gemeinsamen Brief aller an dem Projekt beteiligten Jugendverbände an ihre Mitglieder. Der Brief entstand im Rahmen des ersten Seminars im Projektjahr 2009. Ein besonderes Seminar, denn es fand während des Gaza-Krieges statt. „Wann, wenn nicht jetzt, ist es wichtig, dass die, die Frieden wollen, sich treffen“, so einer der palästinensischen Vertreter.

Das Erfolgsrezept des Projektes ist sein Ansatz: Jede Partnerorganisation hat den Raum, sich auf Grundlage ihrer Situation und Bedürfnisse zu entwickeln. Konkrete Aktivitäten im Rahmen einer Bildungskooperation erarbeiten Israelis und Palästinenser dann zusammen. Sie entwickeln gemeinsame Werte und Ziele, auf die sie ihre Arbeit ausrichten.

Die gezielte Einzelarbeit mit den Verbänden umfasst organisationseigene Bildungsmaßnahmen und Trainings der Partnerorganisationen. 2009 haben 37 Projektaktivitäten der Partnerorganisationen auf dieser Ebene stattgefunden.

In der Bildungskooperation werden Multiplikatoren der Verbände zusammen ausgebildet. Sie wenden dann das Erlernte innerhalb des eigenen Verbandes und mit gemischten palästinensisch-israelischen Gruppen an. Im Jahr 2009 wurden zehn Wochenend-Workshops, drei gemeinsame Seminare, sowie mehrere Treffen der gemischten Arbeitsgruppen „Kultur“, „Medien“, und „Friedenspädagogik“ durchgeführt.

Die Themen berühren den Kern des Konfliktes. 2009 ging es u. a. um den Gaza-Krieg, die Rolle von Bildungsarbeit in Krisenzeiten und die Bedeutung der palästinensischen und der jüdischen Nation.

Wandel ist möglich, dieser Grundsatz verbindet alle Teilnehmer des Projekts. Frei nach Gandhi: „Wir müssen selbst zu der Veränderung werden, die wir in der Welt sehen wollen.“

Projekt in Kürze

Zielsetzung

Akzeptanz des „Anderen“ und Friedensbereitschaft innerhalb der eigenen Gesellschaften werden gefördert. Über gemeinsame und getrennte Arbeit der Verbände werden Hoffnungslosigkeit und Frustration überwunden.

Zielgruppen

Palästinensische und israelische Jugendverbände, die Mitglied in der IFM-SEI sind; deren Multiplikatoren sowie Funktionäre

Laufzeit

2007-2011

Leitung

Raana Gräsle und Cheb Kammerer

Finanzierung

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Neues aus dem Projekt

18.03.13

Teilnahme einer palästinensischen Delegation an Festival ermöglicht

17.01.13

Bericht von Rinske Reiding, Friedensfachkraft der Jugendverbandskooperation

17.11.12

Eine palästinensisch-palästinensische Begegnung

01.11.12

Bewerbungsfrist ist der 15.01.2013.