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Brücken für den Frieden

Seminar im WBC

Jusos aus Sachsen besuchen die Partner

21.03.11

Eine fünfzehnköpfige Juso-Gruppe aus Sachsen war vom 11.-21. März zu Gast in Jerusalem. Sie nahmen an einem Seminar teil, um mehr über den israelisch-palästinensischen zu lernen und sich mit den Gesellschaften auf beiden Seiten auseinanderzusetzen.

Den zehntägigen Aufenthalt nutzen sie für Besuche in Ramallah, Jerusalem, Tel Aviv, Haifa sowie Bethlehem und den Austausch mit den WBC Partnern auf beiden Seiten. Bereits im September 2010 ermöglichte das WBC seinen Partnern einen Hinbesuch. Dieser fand mit der selben Gruppe in Sachsen statt und ermöglichte es den israelischen und palästinensischen Teilnehmern mehr über die Poltik in Deutschland und den Aufbau von Partei und Staat zu lernen. Die Gruppe, überwiegend Studenten des Freistaates, konnten nun auf dem Rückbesuch im Gegensatz dazu mehr über die Politik und Probleme des Nahostkonfliktes lernen. In der heiligen Stadt wurden zudem die Diskussionen fortgeführt und die Beziehungen zu den Partnern Fateh Youth, Young Labor und Young Meretz fortgesetzt.

In den ersten beiden Tagen nahmen sie an verschiedenen Terminen in der Westbank teil und besuchen Ramallah sowie Bethlehem. Erster Höhepunkt war ein Gespräch mit Nabeel Shaath, dem Vorsitzenden des Internationalen Ausschusses der Fatah, sowie weitere Begegnungen mit der Fatah Youth Organization. Zudem hatte die Gruppe die Möglichkeit den Felsendom, das drittgrößte Heiligtum der Muslime, zu besuchen.

Die folgenden Tage verbrachte die Gruppe in Jerusalem, wo sie die Chance hatten, mehr über die Bedeutung dieser Stadt für beide Konfliktparteien zu erfahren. Die Stadt stellt als multikulterelle aber geteilte Stadt, den Mittelpunkt des Konfliktes dar. An der Hebräischen Universität trafen die deutschen Teilnehmer zudem auf Zehava Galon (Meretz) und weitere Mitglieder von Young Meretz. Zudem gab es einen Gesprächstermin mit Michal Biran, Vorsitzende von Young Labour. In beiden Terminen wurde die aktuelle Lage des Friedenslagers in Israel und die Situation der Parteien im Besonderen besprochen. Neben dem Programm in Jerusalem besuchte die Gruppe noch die Städte Haifa und Tel Aviv, in der sie am traditionellen jüdischen „Karneval“, Purim, teilnahmen.

Ein Schwerpunkt der Gruppe war aber vor allem die Kommunalpolitik, da sie die meisten der Teilnehmer vor allem lokal in den politischen Gliederungen engagierten. Daher gab es noch Treffen mit Layla Ghannam (Bürgermeisterin von Ramallah und Al-Bireh) und Tamar Zandberg (Mitglied des Stadtrates von Tel Aviv). In beiden Gesprächen wurden natürlich auch die Auswirkungen des Konflikts auf die Politik vor Ort besprochen, die viele der Teilnehmer sehr interessierte.

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